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Über uns - das Emma hilft Therapiehunde Team

Portrait Bild von Ivana Seger - Therapiehunde Expertin

Ivana Seger – Therapiehunde Expertin

Mein Name ist Ivana Seger, ich bin 53 Jahre jung und arbeite als Palliativschwester im Hospiz St. Barbara in Oberursel. Als Emma-hilft Expertin für die tiergestützte Therapie, begleite ich Menschen auf Ihrem letzten Weg in einem Hospiz.


Dass ich mit Menschen arbeiten wollte, war für mich schon im Jugendalter klar, doch ich brauchte 40 Jahre, bis ich endlich meine Berufung in der Hospizarbeit fand.
 
Menschen helfen zu dürfen, sie zu betreuen und zu begleiten, gehört für mich zu einer nicht mehr wegzudenkenden Aufgabe, die mein Leben zutiefst bereichert.
 
Mir war klar, dass es wahrscheinlich sehr schwer bis nahezu unmöglich sein wird, das Vertrauen der Gäste (so werden die Menschen genannt, die in einem Hospiz leben), in kürzester Zeit zu erlangen.

 

Daher habe ich mich bewusst dazu entschlossen, einen geeigneten Welpen zu suchen, der mich bei meiner Arbeit im Hospiz als „Eisbrecher“ unterstützen sollte. Und so ging ich auf die Suche und fand im Jahr 2008 Emma.


Gemeinsam mit Emma absolvierte ich im Jahr 2009 eine Weiterbildung zum zertifizierten Therapiebegleithundeteam.

Eigentlich wollte ich Emma „nur“ im Hospiz Arche Noah in Schmitten, indem ich damals als Palliativschwester gearbeitet habe, einsetzen. Doch wie sich herausgestellt hat, ist die Hospizwelt sehr klein und es hatte sich sehr schnell herumgesprochen, dass es in der Arche einen Therapiehund gibt, der für so viele schöne und emotionale Momente sorgt.


Danach riefen mehrere Hospize sowie Palliativstationen an und fragten, ob wir auch ihre Einrichtung tiergestützt betreuen können.

 

Heute begleiten Sissi & Helga die Gäste und Patienten sowie ihre lieben Angehörigen in folgenden Einrichtungen: Hospiz Lebensbrücke in Flörsheim, Palliativstation der Helios HSK Klinik in Wiesbaden, Palliativstation des Sana Klinikum in Offenbach, Kinderhospiz Bärenherz in Wiesbaden, Palliativstation des Marienhaus Klinikum Mainz, Hospiz St. Barbara in Oberursel. Hier geht zu unseren Emma-Hilft-Referenzen.

Mein großes Ziel ist es, dem Wort „Hospiz“ ein wenig Macht zu rauben, in dem ich aufkläre, Mut mache und Ängste abbaue.

Sissi - Therapiehündin

Sissi kam vor sieben Jahren in unsere Familie. Auch sie habe ich lange gesucht und im Jahr 2014 bei einer renommierten Züchterin gefunden. Sie ist ebenso wie Emma eine sanfte, bezaubernde und zertifizierte Therapiehündin, die unser Team seit sechs Jahren unterstützt.

Es war einfach nur wunderbar zu sehen, wie aufmerksam Sissi wirklich alles beobachtet hat, was Emma ihr in den Einrichtungen vorlebte und wie schnell Sissi dann selber all dies umgesetzt hat.


Auch sie ist ganz behutsam im Umgang mit Kindern und hat in den Erwachsenen-Hospizen schon so vielen Menschen wunderbare und einzigartige Momente geschenkt.

Wenn sie neben einem Gast oder einem Patienten im Bett liegt, dann scheint es fast immer so, als ob sie mit diesem verschmelzen möchte. Denn sie kuschelt sich jedes Mal so eng an den Menschen und schenkt ihm somit etwas, was man mit keinem Geld der Welt kaufen kann: pure und aufrichtige Hingabe und ein immenses Vertrauen.

Therapiehündin Sissi mit rotem Halstuch und einer weißen Pfote sowie Name aufgedruckt

Egal, wer auch immer in den Genuss kam, Sissi bei ihrer Arbeit beobachten zu können, dem bleibt sie in Erinnerung. Sie ist so zart und so einfühlsam, wenn sie auf andere Menschen trifft, dass sogar ich immer wieder ganz ergriffen bin über diesen einzigartigen Hund.

Wer Emma & Sissi einmal begegnet ist, der wird sie nie mehr vergessen.

Therapiehündin Helga mit hellblauen Halstuch und einer braunen Pfote sowie Name aufgedruckt

Helga, unser Küken und Lehrling

Helga ist eine helle Labradorhündin und nun schon  1 1/2 Jahre jung. 
Sie befindet sich am Ende ihrer Ausbildung zum zertifiziertem Therapiebegleithund und bringt alle Charakterzüge und Eigenschaften mit, die es für diese ehrenvolle Aufgabe benötigt.


 

Eine davon ist ihr großes Bedürfnis nach Nähe und da ist es ihr scheinbar egal, ob zu anderen Tieren oder Menschen. Sie liebt es einfach, wenn man sie am besten stundenlang streichelt.


 

Wenn sie nicht im Einsatz ist, dann sucht sie immer den Kontakt zu ihrer großen Schwester Sissi und legt sich nicht etwa neben sie, sondern einfach auf Sissi drauf.


 

Und Sissi, sie scheint diese Nähe so zu genießen, denn sie rührt sich noch nicht mal einen Millimeter von Helga weg, wenn sie mal wieder auf ihr liegt.
 Kurz gesagt, da wo Sissi ist, ist auch immer Helga und umgekehrt.
 

Zusammen sind sie einfach ein Dreamteam und können alleine durch ihre Anwesenheit den Patienten und ihren Angehörigen Nähe, Wärme, Entspannung, Ablenkung, Trost, Halt und ganz viel Liebe schenken.


 

Und das auf eine Art und Weise, wie wir Menschen es niemals könnten, denn sie begegnen jedem Patienten oder Gast absolut wertfrei und fordern für ihre Liebe einzig und alleine ein paar Streicheleinheiten ein.

 

Emma † 09.02.2020

Emma war eine 12-jährige, sanfte und einfühlsame Therapiehündin und ich glaube, dass sie selber dachte, dass sie ein Marienkäfer sei. Anders kann ich mir ihr sanftes Wesen nämlich nicht erklären.


Sie ist im Hospiz groß geworden und hat dort quasi ihre „Lehre“ gemacht. Daher kannte sie das Anforderungsprofil in so einer Einrichtung nur zur Genüge.


Doch was konnte sie, was ich als Palliativschwester nicht kann?

Als ich sie damals vor 15 Jahren das erste Mal mit ins Hospiz „Arche Noah“ in Schmitten genommen habe, zeigte sie mir schon am ersten Tag und mit ihren gerade mal vier Monaten, was sie so einzigartig machte.


Emma brauchte keine Worte, um Menschen zu trösten. Sie stellte keine Fragen, auf die es sowieso keine Antworten gab. Sie hörte zu, ohne den Menschen dahinter zu bewerten und sie war einfach nur da.

 

Emma liebte es zu kuscheln und konnte alleine durch ihre Anwesenheit den Tag besser starten lassen.

Therapiehündin Emma mit weißem Halstuch und Emma-hilft Schriftzug

Sie bemitleidete nicht und dachte auch nicht an die furchtbaren Wochen, die die Menschen mit dem Tag der Diagnosestellung oft hinter sich hatten. Nein, sie lebte im „Hier und Jetzt“ und genau das war es, warum die Gäste, die Patienten, aber auch die Angehörigen auf Emma so reagierten.


Durch Emma hatten die Menschen endlich wieder die Möglichkeit gehabt, andere, gute Gespräche zu führen, die nichts mit Trauer, Sorgen oder Ängsten zu tun hatten. Und das ist in so einer Situation Balsam für die Seele. Diese außergewöhnliche Therapiehündin starb leider am 09.02.2020 in meinen Armen. Zum Video Therapiehund Emma im Einsatz im Kinderhospiz Bärenherz.

Wir sind „Stolz“ auf unsere Referenzen und unseren Emma-hilft-Benefiz-Flohmarkt.

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